Die Jagdhunde

Bei uns im Hegering Sülze sind die unterschiedlichsten Hunderassen vertreten, angefangen vom Teckel, über Terrier, Bracken und Schweißhunde bis hin zu Vorstehhunden wie dem Deutsch Drahthaar oder dem Magyar Viszla.

Die Reviere des Hegerings bestehen größtenteils aus Wäldern mit einigen Feldkulturen, sodass der häufigste Einsatz unserer Hunde bei Drück- und Stöberjagden erfolgt. Aber auch die Schweißarbeit ist ein wichtiger Bestandteil der Hundearbeit: Gelegentlich kommt es vor, dass ein Stück nicht direkt am Anschuss liegt, dann kommt ein brauchbarer Jagdhund zum Einsatz. Generell sollte nach jedem Schuss, auch wenn man sich noch so sicher ist, gefehlt zu haben, eine Kontrollsuche mit dem Hund erfolgen. Diese Kontrollsuchen, wie auch Totsuchen, können gut von den „normalen“ brauchbaren Jagdhunden durchgeführt werden. Stellt sich die Suche jedoch für den Jagdhund als zu schwer heraus, liegt eine unklare Trefferlage vor oder fehlen entsprechende Pirschzeichen, sollte die Schweißarbeit von einem Spezialisten wie dem Hannoverschen Schweißhund bzw. dem Bayrischen Gebirgsschweißhund durchgeführt werden. Eine aktuelle Übersicht der bestätigten Schweißhundeführer des Landkreises Celle finden Sie unter: http://www.landkreis-celle.de/de/kreisverwaltung/ordnungsamt/jagdrecht/schweisshundestationen.html

Wenn hier mehrfach vom "brauchbaren Jagdhund" die Rede ist, stellt sich für den Leser / die Leserin vielleicht die Frage: Was ist das überhaupt?
Ein brauchbarer Jagdhund ist ein Hund, der den Anforderungskriterien der Brauchbarkeitsprüfung oder einer inhaltlich vergleichbaren Prüfung entspricht. Zur klassischen Brauchbarkeitsprüfung gehören die Fächer Schussfestigkeit an Land und im Wasser, allgemeiner Gehorsam, Verhalten am Stand, die Federwild- und Haarwildschleppe, die Wasserarbeit mit dem Verlorenbringen der Ente und die Schweißarbeit.
Auch durch die Verbandsgebrauchsprüfung (VGP) oder die Verbandsprüfung nach dem Schuss (VPS) wird die Brauchbarkeit des Hundes nachgewiesen. Diese Prüfungen haben noch weitere Prüfungsfächer. Bei Fragen hierzu oder zur allgemeinen Ausbildung bzw. Frühprägung können Sie sich gern an die Hundeobfrau des Hergerings Sülze wenden. Die Kontaktdaten finden Sie im Menü unter "Vorstand".

Auch bei noch so guter Ausbildung und entsprechender Schutzausrüstung der Hunde kann es zu Unfällen oder auch Todesfällen während des Jagdeinsatzes kommen. Seit dem Jagdjahr 2018/2019 hat daher die Landesjägerschaft eine Versicherung für alle brauchbaren Jagdhunde bis zur Vollendung des 12. Lebensjahres abgeschlossen. Diese Versicherung umfasst Leistungen bei Verletzung, Tod oder Nottöttung des Hundes bis zu einer Summe von 4000€ (Tod 2000€). Das entsprechende Schadensformular finden Sie unter: https://www.ljn.de/wild_und_jagd/jagdhundewesen/jagdhunde_unfallversicherung/