Willkommen

Jagdwetter

Der Hegering Sülze in der südlichen Lüneburger Heide vereint rund 130 Mitglieder, die sich der Jagd und der Hege widmen. Darüber hinaus pflegen wir wertvolles Brauchtum, machen Musik und vieles mehr. Fühlen Sie sich eingeladen, sich hier über unser Treiben zu informieren und Kontakt zu uns aufzunehmen!

 

 

Aktuelles

Sicher ist sicher - Kitze schützen mit der Drohne

Eigentlich hat ein Rehkitz im späten Frühling oder Frühsommer nicht viel zu befürchten: Die Ricke kommt regelmäßig zur Fütterung vorbei, das Kitz verfügt über keinen von Beutegreifern wahrnehmbaren Eigengeruch und es liegt oft den ganzen Tag über im hohen Gras versteckt. Wenn aber die Wiese gemäht werden soll, wird es gefährlich, denn einen Fluchtinstinkt hat der Nachwuchs der ansonsten flinken Rehe noch nicht entwickelt – er vertraut auf seine Tarnung.

Um das Schlimmste zu verhindern, wird sich heutzutage moderner Technik bedient: Immer mehr Besitzer zu mähender Flächen setzen Drohnen ein, die mit Wärmebildkameras ausgestattet sind, um in den Wiesen liegende Kitze ausfindig zu machen und vor der Mahd in Sicherheit zu bringen. So kürzlich auch Rainer Kahr vom Islandpferdehof Lindhorst.

Um 4 Uhr morgens traf sich Kahr mit dem Drohnenpiloten Patrick Heidrich und einigen Huxahler Jägern im Revier S 2, um die Wiesen, die an diesem Tag gemäht werden sollten, zu überprüfen. Die frühe Uhrzeit war nötig, weil sich der Boden durch die Sonneneinstrahlung noch nicht zu stark erwärmt hatte, was die Erkennbarkeit von Kitzen durch die Wärmebildkamera negativ beeinflusst hätte. Wie empfindlich die Kamera ist, erfuhren die Helfer schon wenige Zeit später, als es hieß: „Dort, wo die Drohne in der Luft steht, ist etwas.“

Ausgerüstet mit unbenutzten Handschuhen, großen Grasbüscheln und einem Korb, damit das Kitz keine menschliche Witterung annimmt, näherte man sich dem Zielgebiet auf einer Pferdeweide – um festzustellen, dass es sich bei der Quelle der Wärmesignatur um nichts Anderes als einen frischen Haufen Pferdeäpfel handelte. Der wurde dann auch nicht entfernt, sondern vor Ort belassen. Auf einem anderen Stück wurde kurz darauf noch ein Feldhase bestätigt – aber kein einziges Kitz!


„Das frühe Aufstehen hat sich trotzdem gelohnt“, resümierte Rainer Kahr am Vormittag, „denn sicher ist sicher.“ Auch seien durch die Aktion keine überbordenden Kosten entstanden, es sei lediglich ein geringer Betrag für Anfahrt und Drohnen-Nutzung angefallen. „Das Engagement Herrn Heidrichs in Sachen Kitz- und damit Naturschutz kann nicht hoch genug angerechnet werden“, so Kahr. Wer ebenfalls mit Patrick Heidrich in Kontakt treten möchte, um einen Drohneneinsatz, zu verabreden, kann per Email (Digitize@gmx.net) mit ihm in Kontakt treten.

Bilder: Ulrich Knitter / Text: Sebastian Salie

 

 

Im Wald und auf der Heide: musikalischer Ausflug mit den Sülzer Jagdhornbläsern

Schwierig war es, am Sonntag, dem 18. August, noch einen Platz in der „Kroiger Schüün“ des Eversener Dorfkrugs zu ergattern: Die Jagdhornbläser des Hegerings Sülze hatten zum „Hörnerklang“ geladen – und viele Gäste waren gekommen, um mit ihnen einen musikalischen Ausflug in die Natur zu erleben.

 

 

Das dargebotene Repertoire reichte von gängigen Jagdsignalen über Klassiker wie „Im Wald und auf der Heide“ oder dem „Jäger aus Kurpfalz“ bis hin zu Märschen oder französischen Stücken, sodass für Abwechslung gesorgt war. Zusätzliche Atmosphäre entstand durch die Moderation, bei der Wilhelm Bruns von den Sülzer Bläsern dem Publikum die jeweiligen Hintergründe der Stücke erklärte und Einblicke in das Jägerleben vermittelte. So nahm er die zahlreichen Gäste mit auf einen Waldspaziergang in der Morgendämmerung und sprach über die Wertschätzung der Jäger dem Wild gegenüber sowie über die Versuche ihrer Ehepartner, sie dazu zu bewegen, den Abend doch lieber zuhause zu verbringen anstatt in den Wald zu gehen.

Der Applaus für dieses vergnügliche Programm belegte, dass die von den Sülzer Jagdhornbläsern präsentierte Melange bei den Zuhörern mindestens so gut ankam wie der nebenbei zum Kaffee genossene Blaubeer-, Pflaumen- und Butterkuchen und lässt vermuten, dass auch im nächsten Jahr wieder viele Musik- und Naturfreunde dem Ruf der Sülzer Jagdhornbläser nach Eversen folgen werden, zumal dann auch das 25jährige Bestehen der Gruppe gefeiert werden soll.

 

Bild und Text: Sebastian Salie

 

Mit Jägern unterwegs - Ferienpasskinder gehen auf Ansitz

Natur aus der Hochsitz-Perspektive: Bei der Ferienpassaktion der Jagdhornbläser des Hegerings Sülze am vergangenen Freitag, dem 5. Juli, waren 24 Kinder mit Jägern unterwegs – und lernten eine Menge über Tiere, Technik und jagdliches Brauchtum.

Zunächst trafen sich die Ferienpasskinder im Dorfkrug in Eversen, wo sie nach einer Begrüßung an mehreren Stationen Einblicke in die Welt der Jagd gewannen. Neben Geweihen, Bälgen und Präparaten, mithilfe derer das wilde Leben in Wald und Feld veranschaulicht wurde, gab es Informationen rund um das Thema Wolf und Stationen, an denen Ferngläser und andere jagdliche Gerätschaften ausprobiert werden konnten. Mithilfe eines Leuchtpunktgewehrs überprüften die Teilnehmer ihre eigene Zielgenauigkeit und auch am Stand mit den Jagdhörnern war Eigenaktivität gefragt.

Nach einer gemeinsamen Stärkung vom Grill ging es dann raus ins Grüne: Zahlreiche Jäger umliegender Reviere nahmen die Kinder mit auf einen Abendansitz, bei dem vielfach Rehwild, Füchse, Hasen und andere Tiere in Anblick kamen. Dementsprechend viel gab es beim anschließenden Ausklang des Tages zu erzählen, der die Aktion abrundete.

„Es ist wirklich schön zu sehen, wie interessiert sich die Kinder zeigen“, resümierte Andrea Christensen von den Jagdhornbläsern des Hegerings Sülze, die den Tag organisiert hatten. Dieses Interesse habe sich bereits im Vorfeld angekündigt: Das mittlerweile traditionelle Ferienpassangebot habe sich herumgesprochen, so Christensen, „und die Plätze waren bereits kurz nach Beginn der Anmeldungszeit ausgebucht.“ Auch seien einige Kinder zum wiederholten Mal dabei, was dafür spreche, dass der Ausflug in die Welt des Waidwerks gut ankomme. „Zu danken ist nicht zuletzt den vielen Jägern, die bereit sind, unsere Gäste mit in ihre Reviere zu nehmen und ihre vielen Fragen zu beantworten.“

Bild & Text: Sebastian Salie

Hubertusgrüße der Sülzer Bläser beim Landeswettbewerb

 

Am 30.06. machten sich die Jagdhornbläser aus Sülze auf den 250 km langen Weg nach Sögel, um am Landesbläserwettbewerb teilzunehmen. Hier hatten sich bereits über 800 Jagdhornbläser versammelt die sich im jagdlichen Musizieren messen wollten. In dem wundervoll gelegenen Jagdschloss Clemenswerth belegten die Sülzer Bläser mit ihren Stücken „Im Wald und auf der Heide“ und „Hubertusgruß“ den 10. Platz von 14 Gruppen, die sich in der höchsten Gruppe (gemischte Parforce- und Fürst Pless Hörner in B) gemeldet hatten. "Das Ergebnis ist sicher noch ausbaufähig", so Volkhard Pohlmann von den Sülzer Jagdhornbläsern, "aber wir hatten viel Spaß und es war schön wieder viele neue Bekanntschaften gemacht zu haben."

Bild und Text: Volkhard Pohlmann